Gestern, vorgestern, vorvorgestern

Die Vergangenheit in der Deutschen Sprache

Vergangenheitsformen im Deutschen

In der deutschen Sprache gibt es drei Vergangenheitsformen: Perfekt, Präteritum und Plusquamperfekt. Dabei sind Perfekt und Präteritum auf der gleichen Stufe, es ist also egal, welche Form ich wähle, wenn ich in der Vergangenheit spreche. Plusquamperfekt bezeichnet dann die Vergangenheit vor der Vergangenheit. Und so werden sie gebildet:

Präteritum

Für das Präteritum muss sich die Verbform ändern. Jedes Verb hat eine Präteritumform. Diese kann regelmässig, unregelmässig oder als Mischverb gebildet werden. Wenn man einen Satz aus dem Präsens ins Präteritum transformiert, muss nur das konjugierte Verb verändert werden:

Präsens: Ich gehe zur Schule. / Ich denke nach. / Ich rede viel.

Präteritum: Ich ging zur Schule. / Ich dachte nach. / Ich redete viel.

Perfekt und Plusquamperfekt

Die beiden anderen Vergangenheitsformen werden ähnlich gebildet:

Perfekt: haben / sein + Partizip II

Plusquamperfekt: hatten / waren + Partizip II

Das Hilfsverb haben / hatten ist Standard, Hilfsverb sein / waren wird bei einem Verb mit Bewegung, Zustandsänderung sowie bei den Verben sein und bleiben benutzt. Für das Partizip II gibt es 3 Kategorien:

1.regelmässig: ge + Verbstamm + t: geschenkt (schenken)

2.unregelmässig: ge + Verbstamm + en: gesehen (sehen)

3.sehr unregelmässig: ge + unregelmässiger + en/t:gedacht (denken)

Verbstamm: geflogen (fliegen)

Tipp: Ist ein Partizip II regelmässig, ist auch die Präteritum-Verbform regelmässig!!!


Tom Frank Schetelich, Alemania Deutschschule