Deutsch - Eine demokratische Sprache

Deutsche Sprache, schwere Sprache?

Deutsch – eine demokratische Sprache

Die deutsche Sprache ist ein natürliches Konstrukt. Gewachsen aus den germanischen Sprachen, hat sie sich über die letzten eintausend Jahre zu der Sprache entwickelt, die wir heute kennen. 

Mit einem Alltagsvokabular von ca. 500.000 Wörtern und einem Gesamtwortschatz von mehreren Millionen ist Deutsch allerdings nicht einfach zu lernen. Dazu kommt die Grammatik. Aber wie entstehen die vielen Wörter? Wie entstehen die vielen Regeln?

Anders als in anderen Sprachen gibt es für das Deutsch kein zentrales Institut, das bestimmt, was «richtiges» und was «falsches» Deutsch ist. Nein, vielmehr entscheiden die Muttersprachler selbst, was richtig und was falsch ist.

Deutsch mit System

Die Sprache basiert auf einem grammatischen System, zu dem sich alle Sprecher verpflichten. Dieses System ist mit seinen Regeln und Gesetzen die Basis für die deutsche Sprache, es bildet einen Rahmen, in dem sich die Sprecher frei bewegen können. Ein Muttersprachler macht im Deutschen also keine Fehler, solange er sich an die Prinzipien des Systems hält. 

Das Resultat ist, dass sich die Sprache fortwährend verändert: Es können immer wieder neue Wörter (wie «googeln» oder «wikipedieren») entstehen und auch die Grammatik entwickelt sich konstant. Dabei liegt die Macht allein bei den Sprechern. Wenn die Mehrheit der Sprecher entscheidet, dass ein neues Wort, eine grammatische Vereinfachung gut ist, setzt sie sich durch. Damit ist Deutsch eine zutiefst demokratische Sprache.

Tom Frank Schetelich, Alemania Deutschschule