Der, die, das - der und das?

Die drei Genera der deutschen Sprache

Der, die, das - die drei Genera

In der deutschen Sprache gibt es drei Genera: maskulin (der Bus), feminin (die Tasche) und neutral (das Mädchen). Der Genus eines Substantivs hat dabei nichts mit seinem tatsächlichen Geschlecht (seinem Sexus) zu tun. Ein «Bus» ist maskulin, aber nicht männlich, eine «Nummer» ist feminin, aber nicht weiblich, ein «Mädchen» ist neutral, aber weiblich. Welchen Genus ein Substantiv trägt, ist logisch nicht zu erklären. Trotzdem gibt es ein paar Regeln. So sind z.B. Substantive mit den Endungen -heit, -keit, -schaft, -ung, -ei, -ion (Schönheit, Sauberkeit usw.) immer feminin, Substantive auf -ent, -ist, -ig, -ling (Student, Polizist usw.) sind immer maskulin, und Substantive mit den Endungen -ment, -o, -ing, -a (Dokument, Auto usw.) immer neutral. 

Der, die oder das?

Diese Endungen können beim Lernen helfen, aber sie decken längst nicht alle Substantive ab. Bei vielen Worten muss man als Sprachlernender einfach akzeptieren, dass sie diesen Genus haben, denn ein Muttersprachler entscheidet den Genus nicht nach der Bedeutung des Worts, sondern nach seinem Klang. Das Wort «Hand» klingt für einen Deutschen feminin, und deshalb sagt er «die Hand», obwohl Männer und Frauen bekanntlich Hände haben, und so ist auch zu erklären, dass manche Nomen aus anderen Sprachen mehrere Genera haben: Für einen Schweizer klingt «Email» neutral, für einen Deutschen feminin, Muttersprachler sagen entweder «der Ketchup/Joghurt» oder «das Ketchup/Joghurt», was gut ist, weil es die Trefferquote für Lernende erheblich erhöht.

Tom Frank Schetelich, Alemania Deutschschule