Die Zeitformen im Passiv: Präteritum und Perfekt

Erklärung und Beispiele zu Präteritum und Perfekt

Die Zeitformen im Passiv: Präteritum und Perfekt

Beim letzten Mal haben wir das Passiv behandelt, nun schauen wir uns die Tempora im Passiv an. Diese Anpassung funktioniert (mit einer Ausnahme) exakt wie im Aktiv; wenn ich die Zeitformen im Aktiv verändern kann, kann ich sie also auch im Passiv anpassen. Es gibt sechs Zeitformen im Deutschen: 

1. Präsens (Gegenwart, jetzt)

2. Perfekt (Vergangenheit, abgeschlossen)

3. Präteritum (Vergangenheit)

4. Plusquamperfekt (Vergangenheit vor der Vergangenheit)

5. Futur I (Zukunft)

6. Futur II (Zukunft, abgeschlossen)

Wir brauchen nun wieder unsere Beispielsätze vom letzten Mal:

Präsens

Aktiv: Der Fahrer fährt den Mann zum Bahnhof.

Passiv: Der Mann wird zum Bahnhof gefahren.

Wenn ich einen Aktivsatz ins Präteritum transformiere, verändere ich nur das konjugierte Verb, d.h. das Verb auf der 2. Position. Aus «fährt» wird «fuhr», das Präteritum von «wird» ist «wurde». Ich schreibe also:

Präteritum

Aktiv: Der Fahrer fuhr den Mann zum Bahnhof.

Passiv: Der Mann wurde zum Bahnhof gefahren.

Perfekt bilde ich mit «haben» oder «sein» auf der zweiten Position und Partizip II auf der letzten Position. Aus «fährt» wird «hat … gefahren». Perfekt von «werden» ist «ist … geworden», aber ACHTUNG, hier gibt es eine Ausnahme: Im Passiv ist das Perfekt von «werden» «ist … worden». Ich schreibe also:

Perfekt

Aktiv: Der Fahrer hat den Mann zum Bahnhof gefahren.

Passiv: Der Mann ist zum Bahnhof gefahren worden.


Tom Frank Schetelich, Alemania Deutschschule